Wieso brauchen Männer einen männlichen Coach?

Brauchen Männer überhaupt jemanden, mit dem sie über persönliche Themen, ihre Gefühle, Sehnsüchte und Probleme sprechen können?

Auch Männer können und wollen über ihre Gefühle reden! Sie tun es – salopp ausgedrückt- meist in einer „vereinfachten“ Form, wenn sie zum Beispiel über Autos, Motorräder und Frauen sprechen und schwärmen. Männer haben einfach einen anderen Zugang zu sich selbst als Frauen: Frauen sprechen über ihre Themen. Männer dagegen gehen lieber alleine einsam durch ihre Herausforderung hindurch. Sie wollen so Stärke beweisen und erleiden ihre Schwäche. Wenn ich meine männlichen „Mitstreiter“ beobachte, sehe ich viel Leistung, Machtspiele, Gier, Verzweiflung, Unverständnis. Wenn sie dann in die Irre laufen, reissen sie oft andere mit in den Abgrund: Partnerin, Familie, Mitarbeiter oder ganze Völker.

Leider gibt es auch für Männer Situationen, wo sie alleine nicht mehr weiterkommen. Dann braucht der Mann einen Aussenstehenden, um wieder den Überblick zu gewinnen. Oder er braucht nur ein neutrales Feedback, um sich weiterentwickeln und ein neues Ziel verfolgen zu können.

Die meisten Männer haben zwar ihre Männerfreundschaften, die Kollegen und Kumpels aus Vereinen, Stammtischen und anderen Gemeinschaften. Im Gegensatz zu Frauen haben Männer oft keine wirklich tiefgehenden Männerfreundschaften bzw. können und wollen mit den Freunden ihre persönlichen Themen nicht ansprechen. Aus diesem Grund stehen sie mit ihren Problemen eher alleine da. Über diese Grenze zu gehen und mit anderen Menschen über persönliche Themen zu sprechen verlangt von den meisten Männern schon sehr viel Mut ab.

Ein Coach ist ein Aussenstehender und kann hier unterstützen. Wieso denn ausgerechnet ein Mann als Coach? Ist Coaching für Männer anders als Coaching für Frauen? Grundsätzlich besteht kein grosser Unterschied. Beim Coaching von Männern geht es genau wie bei Frauen häufig um die klassischen Themen. Allerdings gehen Männer ihre Themen im Gegensatz zu Frauen eher strategisch an. Dazu gibt gibt es doch auch einige spezifische Männerthemen. Ein erfahrener männlicher Coach ist wie ein Freund: Er kennt die Themen aus eigener Erfahrung und kann deshalb auf Augenhöhe begegnen. Er unterstützt und sagt auch Unangenehmes.

Aus den Rückmeldungen von Männern, die zu mir kamen, nannten sie folgende Begründungen für ein Coaching mit einem männlichen Coach:

  • Sie können vor einem Mann freier sprechen.
  • Oft sind es Themen über das Verhältnis zu Frauen (Partnerin, Chefin …) und möchten dies nicht vor einer Frau besprechen.
  • Sie nehmen an, dass ein Mann sie besser In sogenannten Männerthemen verstehen kann, beispielsweise Verhältnis zum eigenen Vater, zu seinen Kindern, zu Frauen (Partnerin, Chefin, …), das Rollenbild Mann, das sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert hat.
  • weil ihnen ein Mann als Coach einfach lieber ist

 

Coaching von Mann zu Mann beschäftigt sich mit den Themen des Mannes und dem Bild der Männlichkeit und den daraus resultierenden Situationen, Schwierigkeiten und Möglichkeiten.

Schlussendlich merken die meisten Männer nach der ersten Coaching-Sitzung, dass es ihnen doch gut tut, über ihre Themen zu sprechen. Sie werden sich dabei Schritt für Schritt bewusster über ihre Werte, Wünsche und Bedürfnisse. Der persönliche Möglichkeitsraum wird wieder grösser und die berüchtigte Sackgasse „Hamsterrad“ wird verlassen, weil ein neuer Weg oder neues Ziel sichtbar wird.

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