Wie wichtig ist der Nachweis einer Coachingausbildung bei der Auswahl eines Coachs?

Die Ausbildung ist sicher ein gewisser Massstab. Allerdings ist die Coachingausbildung nicht geregelt. Jeder darf sich Coach nennen. So kommt es leider vor, dass Menschen zum Beispiel mit einem technischen Berufshintergrund ohne BWL-Kenntnisse Finanzcoaching anbieten. Für den Klienten kann es mitunter gefährlich werden, wenn Coachs psychologische Begleitung oder Beratung anbieten und keine psychologische Ausbildung haben. Laut Gesetz dürfen nur Psychologen mit entsprechender Ausbildung Psychotherapie anbieten.  Die Grenze zwischen psychologischer Begleitung im Coaching und Psychotherapie ist oft unscharf.

Inzwischen bieten einige Coaching-Verbände Regelwerke an, die eine einheitliche Ausbildung garantieren. Die Ansprüche der Verbände sind jedoch sehr unterschiedlich. Auch das eidg. Sekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SFBI) reguliert verbandsunabhängig die Akkreditierung der Coaching-Nachdiplomstudien (NDS) einer höheren Fachschule (HF) und Certificate of Advanced Studies (CAS) einer Fachhochschule (FH).

Grundsätzlich spricht nichts gegen eine Teilnahme eines Coachingseminars einer nicht akkreditierten Coachingschule. Denn immerhin befassen sich die Teilnehmer mit coachinggerechter Kommunikation, die sie in ihrem Berufsalltag anwenden können.

Ob es jedoch sinnvoll ist, dass diese Teilnehmer nach Kursende offiziell Coaching anbieten, hängt aus meiner Sicht von der Lebenserfahrung und den coachinggerechten Fähigkeiten dieser Persona ab.

 

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